Fernstudium VWL Volkswirtschaftslehre

Das Fernstudium VWL beziehungsweise Volkswirtschaftslehre ist zwar längst nicht so gefragt wie das Fernstudium Betriebswirtschaftslehre, hat aber ebenfalls durchaus seinen Reiz. Berufstätige, die ihre Karriere durch ein wirtschaftswissenschaftliches Studium vorantreiben wollen und zugleich nicht zu den unzähligen BWL-Absolventen gehören möchten, finden in der Volkswirtschaft zuweilen eine interessante Alternative. Man darf allerdings nicht den Fehler machen, alle Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften über einen Kamm zu scheren, denn die Volkswirtschaftslehre zeichnet sich durchaus durch einige Eigenheiten aus. Im Zuge der Studienwahl sollte man dies unbedingt beachten, ganz besonders, wenn man sich der Herausforderung eines Studiums neben dem Beruf stellt.

VWL – Was ist das?

Zunächst stellt sich die Frage, was VWL überhaupt ist und worum es dabei konkret geht. Die Abkürzung steht für die Volkswirtschaftslehre und befasst sich mit der allgemeinen Wirtschaft. Im Zuge dieser wirtschaftswissenschaftlichen Teildisziplin stehen die Märkte gesamtwirtschaftlich im Fokus, weshalb oftmals auch von der Makroökonomie die Rede ist. Die Mikroökonomie, die auf einzelwirtschaftliche Prozesse eingeht, komplettiert das Spektrum der Volkswirtschaftslehre. Es geht in dieser wissenschaftlichen Disziplin vor allem um Güter und Produktionsfaktoren in Verbindung mit dem menschlichen Handeln im wirtschaftlichen Kontext. So verfolgt sie den Ansatz der Ressourcenknappheit zur Bedürfnisbefriedigung.

Kennzeichnend für die Volkswirtschaftslehre ist vor allem die Tatsache, dass diese auf Gesetzmäßigkeiten der Gesamtwirtschaft beruht und bestrebt ist, wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen auszuarbeiten. Neben der Wirtschaftspolitik ist auch das Finanzwesen ein zentrales Anwendungsgebiet der VWL.

Der Unterschied zwischen VWL und BWL

Vielen Menschen bereitet eine genaue Abgrenzung von VWL und BWL gewisse Schwierigkeiten, weil es sich in beiden Fällen um Teilbereiche der Wirtschaftswissenschaften handelt. Betrachtet man jedoch die Definitionen beider Disziplinen, werden die Differenzen recht schnell deutlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Betriebswirtschaftslehre den Standpunkt eines einzelnen Unternehmens vertritt und hier eine ökonomische Innenansicht liefert, während die Volkswirtschaftslehre auf einem gesamtwirtschaftlichen Ansatz basiert. Die Lehre von der Volkswirtschaft widmet sich demnach der Nationalökonomie, während die BWL auf eine unternehmensinterne Betrachtungsweise zurückgreift. Mehr zum Fernstudium BWL auch auf der Startseite.

Das berufsbegleitende Fernstudium Volkswirtschaftslehre

Wer Gefallen an der Sichtweise der VWL findet und selbst ein entsprechendes berufsbegleitendes Fernstudium ins Auge fasst, kann als Berufstätiger enorm von der Flexibilität des Fernstudiums profitieren. Gleichzeitig darf man die daraus entstehende Herausforderung aber nicht unterschätzen und sollte wissen, dass es ohne ein gutes Zeitmanagement, viel Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen nicht geht. Berufstätige, die all dies mitbringen und fest entschlossen sind, die zusätzliche Belastung zu meistern, können so den Grundstein für eine interessante Karriere legen. Zunächst gilt es jedoch, eine geeignete Hochschule für das volkswirtschaftliche Fernstudium zu suchen. Dies kann bereits herausfordernd sein, da das Fernstudium nach wie vor etwas Besonderes ist und die Volkswirtschaftslehre im Vergleich zur Betriebswirtschaftslehre weitaus seltener angeboten wird. Nichtsdestotrotz lassen sich durchaus Studienmöglichkeiten finden.

Das VWL-Fernstudium mit dem Ziel Bachelor

Seit der Bologna-Reform führen grundständige Studiengänge üblicherweise zum Bachelor als ersten Studienabschluss. Das grundständige volkswirtschaftliche Fernstudium bildet hier keine Ausnahme und führt die Studierenden somit berufsbegleitend zum berufsqualifizierenden und international anerkannten Bachelor-Abschluss. Voraussetzung dafür ist üblicherweise das (Fach-)Abitur, wobei auch alternative Zulassungsmöglichkeiten beispielsweise für beruflich Qualifizierte bestehen. Sechs Semester Regelstudienzeit sind hinsichtlich der Dauer einzukalkulieren, wobei ein Fernstudium in der Regel in Teilzeit absolviert wird und daher dementsprechend länger braucht. Inhaltlich werden auf dem Weg zum Bachelor in Volkswirtschaftslehre die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt, so dass die folgenden Fächer auf dem Studienplan des Fernstudiums stehen:

  • VWL
  • BWL
  • Mathematik
  • Statistik
  • Mikroökonomie
  • Makroökonomie
  • Finanzwissenschaft
  • Wirtschaftspolitik

Das VWL-Fernstudium mit dem Ziel Master

Der Master hat sich längst als akademischer Grad nach einem postgradualen Aufbaustudium an deutschen Hochschulen etabliert und baut auf dem vorausgesetzten Erststudium auf. Wer ein Master-Fernstudium auf dem Gebiet der Volkswirtschaft in Angriff nimmt, kann sich so auf wissenschaftlichem Niveau weiterbilden und die Basis für eine aussichtsreiche Karriere schaffen. In den üblicherweise vier Semestern Regelstudienzeit werden beispielsweise die folgenden Themen behandelt:

  • Ökonomische Modelle
  • Wirtschaftsmathematik
  • Verbraucherpolitik
  • Wettbewerbspolitik
  • Wirtschaftsforschung
  • Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
  • Spieltheorie
  • Bildungsökonomik
  • Industrieökonomik
  • Gesundheitsökonomie

VWL-Berufe – Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten nach dem Fernstudium Volkswirtschaftslehre

Berufstätige, die das Fernstudium Volkswirtschaftslehre erfolgreich absolviert haben, verfügen als qualifizierte Wirtschaftsexperten über vielfältige Karrierechancen. Insbesondere in den folgenden Bereichen werden ihre marktpolitischen und gesamtwirtschaftlichen Kompetenzen sehr geschätzt:

  • Verwaltungen
  • Organisationen
  • Verbände
  • Gewerkschaften
  • Ministerien
  • Finanzwirtschaft

Je nach Berufserfahrung und Tätigkeit kann das durchschnittliche Gehalt eines Absolventen zwischen 30.000 Euro und 60.000 Euro brutto im Jahr liegen.